Rückschritt verhindern!

Im September 2016 hat der Nationalrat einer Motion zugestimmt, die von Nationalrat Fabio Regazzi eingebracht wurde. Sein Anliegen: In Fliessgewässern soll es wieder zulässig sein, mit Widerhaken zu angeln. Widerhaken garantieren, dass selbst dem unbegabtesten Angler kein Fisch mehr entkommt.
Der Preis dafür ist hoch – nicht nur für die gequälten Fische, sondern schlussendlich auch für die Angler: Viele der gefangenen Fische müssen wieder frei gelassen werden - beispielsweise weil sie so jung sind, dass sie sich noch nicht fortpflanzen konnten. Die Überlebenschance der freigelassenen Fische sinkt aber rapide, wenn sie mit Widerhaken gefangen wurden. Denn es ist äusserst mühsam und zeitaufwändig, die Haken aus dem Maul der Fische zu entfernen. Noch übler wird es, wenn der Haken tiefer sitzt. Je länger die Tortur dauert, desto geringer ist die Chance, dass der freigelassene Fisch überlebt. Dadurch sinken auch die künftigen Fangerträge für die Angler. Kein Wunder also, dass nicht nur eine breite Allianz von Tierschützern, sondern auch viele Angler diese Motion ablehnen.
Nach der Annahme der Motion durch den Nationalrat liegt der Ball nun beim Ständerat. fair-fish hat sich mit einem offenen Brief an den Ständerat gewandt mit der Bitte, diese Motion abzulehnen. Am 15. März 2017 wird der Ständerat die Motion Regazzi behandeln.